Alles über echten Wasabi
Echter Wasabi:
von der Pflanze bis zum Teller
1. Die Wasabi-Pflanze: echt oder unecht | 2. Die Herausforderung des Anbaus in den Niederlanden | 3. Das Rhizom: der einzigartige Geschmack von frischem Wasabi | 4. Lokal angebaut, global geschätzt | 5. Typen Wasabi | 6. Die Wasabi-Pflanze von Kopf bis Fuß | 7. Reiben & Vorbereiten | 8. In der Küche & Lagerung
Die Wasabi-Pflanze: der Unterschied zwischen echtem und nachgeahmtem Wasabi
Im Westen ist Wasabi vor allem als würzige, grüne Paste bekannt, die zu Sushi und Sashimi serviert wird. Dabei handelt es sich jedoch in der Regel um eine Imitation aus Meerrettich, Senfpulver, grünem Farbstoff, Salz (manchmal auch Zucker) und Stärke. Oft enthält diese Mischung entweder gar keinen Wasabi oder nur eine sehr geringe Menge (z. B. 1%). Echter Wasabi ist weder eine Mischung noch eine verarbeitete Paste aus der Tube, noch ist es Meerrettich. Es handelt sich um eine völlig andere Pflanzenart: Wasabia japonica, oder Eutrema japonicum.
‘Wasabi’ bedeutet auf Japanisch wörtlich ”Berg-Sternmiere”. Es ist eine schöne Pflanze mit Rhizomen (dicke, feste Teile des Stängels), großen herzförmigen Blättern und eleganten weißen Blüten und eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae), verwandt mit Rettich, Meerrettich, Senf und Kohl. Imitierter Wasabi versucht, die Paste zu imitieren, die entsteht, wenn man das Rhizom der Wasabi-Pflanze zu einer cremig-grünen Paste reibt. Echte Wasabi-Paste ist also im Gegensatz zu Imitaten völlig frisch und natürlich; und man kann sie schmecken! In der Natur wächst die Wasabi-Pflanze in den schattigen, feuchten Tälern Japans, oft entlang von Gebirgsbächen und an den sumpfigen Ufern kalter und klarer Bäche, wo kühles, sauberes Wasser kontinuierlich an den Wurzeln vorbeifließt.
Auch in Japan wird Wasabi seit Jahrhunderten angebaut, hauptsächlich in der Nähe von fließenden Gebirgsflüssen, oft auf überschwemmten Bergterrassen und auf Böden aus Kies und vulkanischem Sand. Die Pflanze wird im Durchschnitt 20 bis 60 Zentimeter hoch. Die Pflanze ist von Natur aus wählerisch und benötigt konstante Feuchtigkeit, sauberes Wasser und ein stabiles Klima; Bedingungen, die außerhalb Japans nur schwer nachgeahmt werden können. Außerdem ist die Pflanze anfällig für Schädlinge und Pilze und erfordert große Sorgfalt, Wissen und Präzision, um eine gesunde Ernte zu gewährleisten. Genau das macht Wasabi zu einer der schwierigsten Kulturpflanzen weltweit. Lange Zeit dachte man sogar, dass es unmöglich sei, Wasabi außerhalb Japans anzubauen.
Das Rhizom: der einzigartige Geschmack von frischem Wasabi
Das Wasabirhi-Gummi ist der verdickte Teil des Stängels der Wasabi-Pflanze. Er sieht ein wenig wie eine Wurzel oder ein Stängel aus und bildet das Herz der Pflanze. Durch feines Reiben mit einer speziellen, sehr feinen Wasabi-Reibe entsteht eine cremige, hellgrüne Paste mit der charakteristischen Frische und Schärfe von echtem Wasabi.
An sich ist das Rhizom überraschend mild im Geschmack; erst durch das Reiben kommt seine unverwechselbare Schärfe zum Vorschein! Das liegt daran, dass in der Wasabi-Pflanze zwei Stoffe streng voneinander getrennt sind: Glucosinolate (natürliche Schwefelverbindungen) und das Enzym Myrosinase. Sobald die Zellen beschädigt sind, kommen sie miteinander in Kontakt. Das Enzym wandelt dann die Glucosinolate in Isothiocyanate um: flüchtige, senfähnliche Öle, die mit Sauerstoff reagieren und sofort diesen scharfen, frischen Kick erzeugen, der so typisch für frischen Wasabi ist.
Diese flüchtigen Stoffe sind jedoch instabil: Wenn sie Luft und Wärme ausgesetzt werden, zersetzen sie sich schnell oder verdampfen. Dadurch lässt die Intensität des Geschmacks innerhalb kurzer Zeit (in der Regel etwa 15 Minuten) nach und der Wasabi wird merklich milder. Frisch geriebener Wasabi schmeckt also unmittelbar nach dem Reiben am intensivsten. Aus diesem Grund reiben japanische Spitzenköche den Wasabi erst kurz vor dem Servieren; sie verwenden eine spezielle Wasabi-Reibe für eine möglichst feine Textur und eine Bambusbürste zum Entfernen der Paste von der Reibe.
Echter, frischer Wasabi unterscheidet sich also wesentlich von der Imitation, die wir oft mit Sushi bekommen; es ist wirklich ein anderes Produkt. Die Farbe ist von Natur aus eher blassgrün als leuchtend grün, der Geruch ist frisch und pflanzlich, und der Geschmack ist komplexer und subtiler: würzig, aber nicht intensiv brennend oder scharf in der Nase, mit einem milden, blumigen Nachgeschmack.
Neben dem bekannten scharfen Kick verleiht echter Wasabi Ihren Gerichten auch einen köstlichen und einzigartigen Wasabi-Geschmack. Traditionell werden die Rhizome nicht nur gerieben, sondern auch in der berühmten ‘Wasabi-Pickle’ eingelegt (Wasabi-Zenke - 山葵漬け). (Lesen Sie mehr über die Zubereitung und Anwendung von Wasabi weiter unten im Artikel)
Die Herausforderung des Wasabi-Anbaus in den Niederlanden
Das Abenteuer von Dutch Wasabi begann, als Gründer Sander van Kampen 2016 einen Artikel darüber las, dass der meiste “Wasabi” im Westen eigentlich kein echter Wasabi ist. Das machte ihn neugierig: könnte echter Wasabi auch in den Niederlanden wachsen? Ohne gärtnerische Erfahrung, aber mit einer gehörigen Portion Ausdauer, begann er in einem kleinen Gewächshaus von 100 Quadratmetern zu experimentieren. Nach zwei Jahren intensiver Forschung folgte die erste Ernte - nur zehn Kilo, aber genug, um zu beweisen, dass es möglich war.
Im Jahr 2018 war Dutch Wasabi damit das erste Unternehmen in den Niederlanden, das sich dieser Herausforderung gestellt hat. In unseren Gewächshäusern in Westland haben wir jahrelang nach dem perfekten Gleichgewicht von Temperatur, Feuchtigkeit, Licht und Wasser gesucht. Wasabi beginnt bei uns als eine sehr kleine, aber kräftige Pflanze, die eine lange und schöne Reise vor sich hat. Wasabi kann auf drei Arten gezüchtet werden: aus Samen, aus Stecklingen von einer Mutterpflanze oder durch Gewebekultur - was wir hier bei Dutch Wasabi tun. Mit der Gewebekultur erzeugen wir auf saubere und kontrollierte Weise identische, starke Pflanzen.
Jede Pflanze beginnt bei uns zunächst in der Vermehrungsphase: sicher und sorgfältig in Saatschalen aufgezogen. Erst dann dürfen sie ins Gewächshaus, um zu reifen Wasabi-Pflanzen heranzuwachsen. Von diesem Zeitpunkt an dauert es etwa 18 Monate, bis die Pflanzen ein erntereifes Rhizom bilden. Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit sind wichtig, ebenso wie ein gut geplanter Erntezyklus. Bei Dutch Wasabi sind wir ständig damit beschäftigt, die besten Pflanzensorten auszuwählen - abgestimmt auf das holländische Klima, aber auch auf Geschmack und Farbe. Denn wirklich guter Wasabi beginnt mit den Grundlagen.
Wir kultivieren nachhaltig, mit sauberem, mineralhaltigem Wasser und biologischer Kontrolle. Die Pflanze wächst langsam und ist anfällig für Schädlinge, Pilze und Krankheiten, aber genau das macht den Prozess so besonders. Die Momente, in denen es gelingt, machen es doppelt lohnenswert. Wie Sander es ausdrückt:
“Gerade die Momente, in denen etwas schief geht - ein Virus, eine Seuche, der Verlust einer ganzen Ernte - machen die Momente, in denen es gelingt, um so wertvoller. Wenn man etwas in den Händen hält, das wirklich gelungen ist, und einen Koch oder Kunden damit glücklich macht, weiß man, wofür man es tut.” (Lesen Sie das gesamte Interview mit Sander hier →).
Lokal angebaut, global geschätzt
In Japan ist Wasabi ein unverzichtbarer Bestandteil der Küche und der Esskultur, mit einer reichen Tradition und Symbolik. In Japan ist er nicht nur ein Gewürz, sondern auch ein Symbol für Reinheit, Raffinesse und Ausgewogenheit - Werte, die tief in der japanischen Gastronomie verwurzelt sind.
Wasabi wurde bereits in der Heian-Zeit (平安時代, 794-1185) in Japan verwendet, zunächst als Medizin und als natürliches antibakterielles und desodorierendes Mittel für Fisch. Heute gilt er als wesentlicher Bestandteil von Sushi, Sashimi, Soba und Kaiseki (der raffinierten traditionellen Haute Cuisine Japans).
Unser frischer Wasabi wird auf Bestellung geerntet und schnell geliefert, um eine optimale Qualität zu gewährleisten. Da ein frisches Rhizom nur begrenzt haltbar ist, sind der lokale Anbau und eine schnelle Lieferung besonders wichtig. Wir beliefern führende Restaurants in ganz Europa sowie passionierte Hobbyköche, die den wahren Geschmack von Wasabi erleben wollen. Indem wir Wasabi vor Ort anbauen, machen wir ein Produkt, das normalerweise Tausende von Kilometern transportiert werden muss, nachhaltig und zugänglich. Gleichzeitig bewahren wir den authentischen japanischen Geschmack und die Qualität.
Dutch Wasabi experimentiert und innoviert weiter. Neben Wasabi bauen wir jetzt auch andere Produkte an, wie frischen Ingwer und Yuzu: andere besondere asiatische Pflanzen mit ihrem eigenen Charakter. Jedes neue Produkt ist ein Experiment, aber immer mit demselben Ziel: besondere Geschmacksrichtungen mit Respekt vor der Natur und der Handwerkskunst näher zu bringen.
“Wir sehen uns als den japanischen Küchengarten für (Haus-)Köche”, sagt er.” Sagt Sander. “Wir testen, lernen und verbessern weiter - Schritt für Schritt bauen wir eine nachhaltige Zukunft für den Wasabi-Anbau in den Niederlanden auf.”
Unsere Geschichte ist nicht unbemerkt geblieben; sehen Sie sich die ”In den Medien” Seite und finden Sie heraus, wo Dutch Wasabi überall aufgetaucht ist.
Arten von Wasabi
Neben der Unterscheidung zwischen echtem und nachgeahmtem Wasabi ist es gut zu wissen, dass es innerhalb dieser Kategorien verschiedene Sorten gibt. Der Unterschied liegt nicht nur in der Herkunft, sondern auch in der verwendeten Pflanzenart und der Art und Weise, wie der Wasabi verarbeitet und verzehrt wird. Im Folgenden können Sie nachlesen, was die einzelnen Sorten auszeichnet.
- Hon Wasabi (本わさび - “echter Wasabi”): Ehre bedeutet ‘echt’ oder ’authentisch’. Dieser Begriff bezieht sich eigentlich auf das Rhizom der Wasabi-Pflanze (Eutrema japonicum) an sich, denn wir ernten und verkaufen ihn bei Dutch wasabi (natürlich den besten!)
- Nama-Wasabi (生わさび - “frischer/roher Wasabi”): Nama bedeutet ‘’frisch’’ oder ‘’roh’’. Dies bedeutet in der Regel frisch geriebene Version von Honig-Wasabi (Rhizom) bedeutet: ein Hinweis auf die frische Paste von 100% echtem Wasabi ohne Zusatzstoffe.
- Yama-Wasabi (山わさび - “Berg-Wasabi”): Yama-Wasabi In Japan bezieht sich der Begriff auf japanischen Meerrettich (Armoracia rusticana), die im kalten Norden, insbesondere in Hokkaido, wächst. Obwohl es sich nicht um einen echten Wasabi handelt (biologisch gesehen handelt es sich um eine andere Pflanze), gehört er zur gleichen Familie (Brassicaceae). Die weiße Karotte ist würziger, schärfer und trockener als Eutrema japonicum. In Hokkaido wird Yama Wasabi als lokale Delikatesse gegessen, zum Beispiel gerieben über Reis oder mit Sojasauce und Fleisch.
- Neri-Wasabi (練りわさび - “gemischter Wasabi”): Das Imitat von Wasabi, das man im Westen normalerweise bekommt (in Tuben oder Beuteln), ist eigentlich gar kein Wasabi und wird in Japan verwendet Neri-Wasabi genannt: eine Mischung aus Meerrettich, Senfpulver, Stärke, Salz und grünem Farbstoff. In Japan wird eine weitere Unterscheidung innerhalb dieser zwischen gemacht:
- 本わさび入り練りわさび (hon-wasabi-iri neri wasabi): eine Tube Wasabi-Imitat mit einem geringen Anteil an echtem Wasabi.
- 練りわさび (neri wasabi): Eine vollständige Imitation auf der Basis von Meerrettich, ohne echten Wasabi.
Neri-Wasabi ist in Japan ebenfalls weit verbreitet, vor allem für den alltäglichen Gebrauch zu Hause oder in informellen Esslokalen. Hon Wasabi bleibt auch in Japan ein teures Produkt mit kurzer Frische. Allerdings sind sich die Menschen in Japan des Unterschieds zwischen echten und Neri-Wasabi. Auf der Verpackung ist oft deutlich angegeben, um welche Variante es sich handelt. Hon Wasabi gilt als die authentische, kulinarische Exzellenz und ist vor allem in Restaurants zu finden.
Tipp: Yama-Wasabi ist kein Wasabi (wie wir ihn anbauen), sondern ein Naturprodukt; nicht zu verwechseln mit der grünen Imitationspaste (neri wasabi). An Yama-Wasabi So wird zum Beispiel kein Farbstoff hinzugefügt, um echten Wasabi zu imitieren. Yama-Wasabi ist ebenfalls frisch gerieben und hat eine weiße Farbe.
Die Wasabi-Pflanze von Kopf bis Fuß
Das Besondere an Wasabi ist, dass fast die gesamte Pflanze essbar ist. Genau wie in Japan verwerten wir bei Dutch Wasabi alles:
- Das Rhizom: das Herz der Pflanze. Fest, aromatisch und reich an Geschmack. Dieser Teil wird fein gerieben, um frische Wasabi-Paste herzustellen, die durch ihre frische Schärfe und ihren blumigen Nachgeschmack besticht.
- Die Blattstiele: lang und dünn, mit einem milden, würzigen Wasabi-Geschmack und einem knackigen Biss. Perfekt zum Einlegen oder als frische Beigabe zu Salaten.
- Die Blätter: groß, herzförmig und frisch grün, mit einer schönen Textur und einer subtilen, mild-würzigen Note. Verwenden Sie sie roh in Salaten, frittiert als Tempura oder als Bestandteil eines Pestos.
- Die Blumen: kleine, weiße Blüten mit einem weichen, mild-süßen Geschmack und frischer Schärfe. Ein echter Blickfang und Würze in Sushi, Salaten oder auch Desserts.
Tipp: Unsere Wasabirhi-Säume, Stiele und Blätter sind das ganze Jahr über erhältlich. Die Blüten haben jedoch eine einzigartige Blütezeit: von Februar bis April.
Reiben & Vorbereiten
Da es sich bei unserem Wasabi um ein einmalig frisches Produkt handelt, ist eine sorgfältige Lagerung und Zubereitung erforderlich; nur so können Sie sein wahres Aroma optimal genießen. Mit den richtigen Schritten ist das aber gar nicht so schwierig.
Das Rhizom mit klarem Wasser abspülen und die Außenseite abschneiden (nicht zu viel entfernen, das ist nicht notwendig; nur die etwas dickeren und brauneren Stücke). Reiben Sie den Wasabi erst kurz vor der Verwendung, um seine einzigartige Frische und sein würziges Aroma zu bewahren. Verwenden Sie dazu eine feine Edelstahlreibe (金おろし - kane-oroshi) oder eine Haifischhaut-Raspel (鮫皮おろし - samegawa-oroshi).
A samegawa-oroshi ist die traditionelle japanische Reibe, die mit getrockneter Haifischhaut ausgekleidet ist, deren raue, ledrige Oberfläche eine sehr feine, gleichmäßige Paste ergibt. Die mikroskopisch kleinen Zähne brechen die Wasabi-Zellen auf, ohne sie zu zerschneiden, wodurch der Geschmack weich und aromatisch bleibt.
A kane-oroshi (Edelstahlreibe) funktioniert nach demselben Prinzip, ist aber robuster und leichter sauber zu halten, so dass sie länger hält und heutzutage häufiger verwendet wird als die Haifischhautreibe; vor allem außerhalb Japans oder in Profiküchen. Sie liefert eine etwas gröbere, aber immer noch cremige und großartige Textur.
Eine handelsübliche Küchenreibe ist zu grob, bringt die feine Textur nicht zur Geltung und eignet sich daher nicht für Wasabi. Eine solche Reibe “schneidet” den Wasabi in Stücke, weckt ihn aber nicht auf. Nur eine feine Wasabi-Reibe zerkleinert den Wasabi und “bricht” die Zellen so auf, dass das charakteristische Aroma und die Schärfe richtig zur Geltung kommen.
Reiben Sie das Rhizom mit einer Wasabi-Raspel in sanften, kreisenden Bewegungen, bis eine cremige, glatte Paste entsteht. Nicht schieben oder kratzen: Die Zellen sollen zerdrückt, nicht zerschnitten werden. Anschließend die Wasabi-Paste mit einer Bambusbürste vorsichtig von der Reibe schaben; so geht kein Stückchen verloren.
Dann lassen Sie den frisch geriebenen Wasabi vor dem Servieren etwa eine Minute lang ruhen. In dieser kurzen Zeit entfalten sich die natürlichen Senföle und der charakteristische Geschmack kommt voll zur Geltung. Dann sofort servieren: Die Paste schmeckt am besten innerhalb von 15 Minuten nach dem Reiben. Danach verflüchtigt sich das Aroma und der Geschmack wird milder.
Tipp: Sie wollen nicht den ganzen Wasabirhi-Saum auf einmal verwenden? Das ist kein Problem. Sie können einfach so viel reiben, wie Sie möchten, und den Rest aufheben. Entfernen Sie nach dem Reiben das bisschen Paste, das noch am Rhizom klebt, und verwenden Sie es sofort. Dann wickeln Sie das restliche Rhizom in ein leicht feuchtes Küchenpapier und bewahren es fest verschlossen (in einem luftdichten Behälter oder Beutel) im Kühlschrank auf. Das Rhizom ist nach Erhalt bis zu 2 Wochen haltbar.
In der Küche & Lagerung
Frischer Wasabi ist überraschend vielseitig und verleiht sowohl traditionellen als auch modernen Gerichten eine ganz neue Note. Sie können frische Wasabi-Paste pur mit einem Produkt oder Gericht verzehren, sie aber auch in eine Vielzahl von Zubereitungen einbauen.
Einige der zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten:
- Die Klassiker: mit Sushi, Sashimi und Soba-Nudeln; rein, frisch und authentisch. In Japan wird Wasabi in der Regel direkt auf das Sushi (vom Koch) zwischen Reis und Fisch gegeben oder neben den Gerichten serviert, so dass man etwas davon auf den Bissen selbst aufträgt. Diejenigen, die sich an die traditionellen japanischen Essgewohnheiten und Etikette halten, mischt Wasabi nicht in die Sojasauce. Das würde die subtilen Aromen von frischem Wasabi zerstören und den sorgfältig ausgewogenen Geschmack des Sushi stören. Außerdem gilt es als Zeichen des Respekts, dem Koch die bereits aufgetragene Menge an Wasabi anzuvertrauen.
Auch die Sojasauce selbst wird zurückhaltend verwendet. Bei Sushi taucht man nur die Fischseite kurz in die Sauce (nie den Reis) oder vertraut dem Koch, der oft schon eine dünne Schicht auf den Fisch gibt. Beim Sashimi wird der Fisch lose serviert, mit Sojasauce und Wasabi getrennt, so dass Sie selbst ein wenig Wasabi auf das Fischstück auftragen können, bevor Sie es leicht in die Sauce tauchen.
Bei anspruchsvolleren Restaurantstilen und kulinarischen Erlebnissen wie Omakase (お任せ, wörtlich “Ich überlasse es dir”) bestimmt der Küchenchef das gesamte Menü und die Reihenfolge der Gerichte. Der Gast verlässt sich ganz auf sein handwerkliches Geschick: Der Küchenchef stimmt die Menge an Soße und Wasabi selbst ab und serviert jedes Gericht genau so, dass es perfekt ausgewogen ist.
Bei Soba-Nudeln wird der Wasabi traditionell am Rand der Schüssel platziert; man nimmt einige Nudeln auf die Stäbchen, taucht sie kurz in die Tsuyu (konzentrierte Brühe aus Sojasauce, Mirin und Dashi) und trägt vor jedem Bissen mit den Stäbchen ein wenig Wasabi auf die Nudeln selbst auf. Bei den häuslichen oder modernen Essgewohnheiten mischen viele Menschen immer noch ein wenig Wasabi unter die Tsuyu, um sie bequemer und gleichmäßiger zu verteilen. In traditionellen Soba-Restaurants (蕎麦屋 - soba-ya) würden als weniger anspruchsvoll gelten.
- Kizami-Wasabi (刻みわさび): Gehackte Wasabi-Stängel oder in Sojasauce eingelegte Rhizomstücke. Diese Beilage hat einen milden, salzigen und umami-reichen Geschmack und wird oft zu Sashimi, Wagyu oder Tofu serviert.
- Wasabi süß (山葵漬け): Eine traditionelle Essiggurke aus gehacktem Wasabi (Rhizom und Stängel), eingelegt in Sake read/Sake-Kasu (das restliche Fruchtfleisch des Sake). Der Geschmack ist leicht süß, würzig und aromatisch, mit einer weichen Textur. Beliebt als Beilage zu Reis, Fleisch oder Fisch.
- Mit rohen Zubereitungen und Meeresfrüchten: Frisch geriebener Wasabi unterstreicht delikate Aromen in Ceviche, Tartar, Carpaccio, Austern oder Tataki (たたき - leicht angebratener Thunfisch oder Rindfleisch). Auch köstlich mit zuke (漬け - kurz marinierter roher Fisch) oder Crudo. Dies ist eine moderne und raffinierte Verwendung von Wasabi, die in der japanischen und der Fusion-Küche beliebt ist. Er sorgt für Frische und Ausgewogenheit, ohne dass Säure oder Pfeffer dominieren.
- In Saucen und Dressings: Frisch geriebener Wasabi gibt Saucen und Dressings einen frischen, aromatischen Kick. Mischen Sie ihn z. B. mit Sojasauce, Ponzu oder Yuzu-Saft für einen lebhaften Dip oder eine Vinaigrette; beliebt bei Sashimi, kalten Gemüsegerichten und modernen japanischen Salaten (obwohl es in Japan selbst nicht traditionell und in manchen Gegenden nicht einmal höflich ist, Wasabi direkt in Sojasauce zu mischen). Die subtile Schärfe kommt auch in einem Wasabi-Miso-Dressing über Gemüse oder Tofu zur Geltung. In einem Joghurtdressing verleiht er Hähnchen oder Salat Würze, während eine Zitronenvinaigrette mit Wasabi ideal zu Fischcarpaccio passt. Auch in milder Sauce Hollandaise, Mayonnaise oder Aioli verleiht frischer Wasabi Gerichten wie Spargel, Lachs oder als Dip zu Pommes frites eine feine, leicht pikante Note.
- In Butter und Sahne: Rühren Sie frisch geriebenen Wasabi in weiche Butter, Frischkäse oder Crème fraîche, um ihm einen eleganten, frischen Kick zu verleihen. Dies ist in der japanischen Fusionsküche beliebt; köstlich zu gegrilltem Gemüse, Fleisch oder Fisch.
- Zu gegrilltem Fleisch und Fisch: Eine dünne Schicht oder Spitze von frisch geriebenem Wasabi auf Steak, Wagyu, Thunfisch, Lachs oder Jakobsmuscheln ersetzt Pfeffer oder Senf. Dies ist in Japan zunehmend beliebt yakiniku- und Steakrestaurants, da die Schärfe das Fett gut ausgleicht. Hier bevorzugen die Köche den schärfsten Wasabi, der möglich ist (für Sashimi kann er etwas subtiler sein).
- Mit Tempura und frittierten Gerichten: Mischen Sie frischen Wasabi mit feinem Salz für einen subtil würzigen Dip bei Tempura (天ぷら - luftig frittierter Fisch oder Gemüse usw. in einem dünnen Teig) oder andere knusprige Häppchen. Dies ist in modernen Tempura-Restaurants häufig zu finden; das Salz sorgt dafür, dass die Knusprigkeit erhalten bleibt, ohne dass eine Soße erforderlich ist.
- In kreativen Gerichten und Desserts: Frisch geriebener Wasabi passt erstaunlich gut zu cremigen und süßen Zubereitungen wie Sorbet, Panna Cotta oder weißer Schokolade. Er ist noch nicht weit verbreitet, wird aber in japanischen Konditoreien, vor allem in Tokio und Kyoto, immer häufiger verwendet. Die subtile Schärfe unterstreicht die süßen und cremigen Aromen auf raffinierte Weise. Auch die süßlich-würzigen weißen Blüten der Wasabi-Pflanze passen perfekt zu einem Dessert.
Tipp: Die Schärfe von frischem Wasabi bleibt am besten in kalten, nicht fettigen Gerichten wie Sashimi oder Soba erhalten. Bei fettigeren Zubereitungen lässt die Schärfe etwas nach, aber der Wasabi-Geschmack bleibt länger und voller erhalten. Bei scharfen Gerichten sollten Sie Wasabi erst zum Schluss hinzufügen, da sich die Schärfe durch die Hitze schnell verflüchtigt.
Unser frischer Wasabi wird in einem versiegelten Beutel geliefert, so dass seine Qualität und Frische bis in Ihre Küche erhalten bleiben. Lagern Sie den Wasabirhi-Saum im Kühlschrank in der mitgelieferten Tüte und verwenden Sie ihn vorzugsweise innerhalb einer Woche, um den besten Geschmack und die beste Konsistenz zu erhalten. Nach etwa einer Woche kann die Außenseite etwas dunkler oder leicht braun werden; das ist normal. Schneiden Sie in diesem Fall den Kopf des Rhizoms ab; das Innere bleibt schön frisch und grün und kann perfekt verwendet werden. Wenn Sie den Wasabi etwas länger aufbewahren möchten, können Sie das bis zu zwei Wochen im Kühlschrank tun. Wickeln Sie das Rhizom bei Bedarf locker in ein Stück Küchenpapier ein oder bewahren Sie es in einem verschlossenen Behälter auf, damit es nicht austrocknet.
In unserem Sortiment finden Sie drei verschiedene Größen von Rhizomen: 50-60 Gramm (2-4 Personen), 60-80 Gramm (4-6 Personen) und 80-110 Gramm (6-8 Personen). Ein Rhizom von etwa 60 Gramm ist ideal für Sushi für vier Personen, so dass Sie mit der mittleren Variante immer gut zurechtkommen werden. (Bitte beachten Sie bei Rezepten, dass ein 60-Gramm-Rhizom nicht 60 Gramm Wasabi-Paste ergibt, sondern etwas weniger). Mit unserem frischen Wasabi schmecken Sie den Geschmack so, wie er sein soll: frisch, lebendig und rein japanisch; direkt aus unseren Gewächshäusern im Westland.
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Auf der Seite ‘Unsere Geschichte’ Lesen Sie mehr darüber, wofür Dutch Wasabi steht und welche Identität wir als Züchter und japanisches Geschäft haben.
Auf der Seite ‘In den Medien’ finden Sie eine Übersicht darüber, wo Dutch Wasabi bisher in den Medien erschienen ist, einschließlich Videos hinter den Kulissen.
Auf der Seite ‘Interview mit dem Gründer Sander van Kampen’.’ Lesen Sie mehr über die Geschichte von Dutch Wasabi und den außergewöhnlichen Weg, den Sander gegangen ist.
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